Mein Leben. Mein Business. 

Das hat mein Leben geprägt, in vielerlei Hinsicht: Nach einer Firmenübernahme, die mal eben die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt hat (auf über 800 Mitarbeiter alleine in Deutschland) war das Chaos in der Personalabteilung des Container-Riesen nahezu perfekt. Den immensen Druck, die vorgegebenen Ziele zu erfüllen, habe ich nicht nur bei mir selbst erfahren, sondern auch bei meinen zu betreuenden Mitarbeitern erlebt. Erst als HR Consultant an der Basis und später als HR Business Partner im mittleren und oberen Management.

 

Täglich dem Druck ausgesetzt sein, zwischen den wechselnden Anforderungen aus der Konzernzentrale irgendwo auf der Welt und anderseits den Bedingungen vor Ort, wie etwa kulturelle oder gesetzliche Unterschiede.

 

Ich traf immer häufiger auf Menschen, die getrieben waren, ihre KPIs zu erreichen, denn sonst drohte irgendwann der Abstieg. Schlimm war nur, dass ich selbst dies jahrelang nicht wahrhaben wollte, bis, ja bis ich die körperlichen Begleiterscheinungen nicht mehr übersehen konnte.

 

Zufällig hielt das Rad an. Eine einwöchige Fortbildung gab mir Zeit und Raum zur Reflexion. Hervor kam das, was ich schon lange in mir getragen habe – der Wunsch nach Selbstwirksamkeit und Veränderung. In einem geschützten Raum, ohne Angst vor Bewertung oder Kritik, konnte ich seit langem wieder aussprechen, was mich wirklich bewegt.

 

Das war es, was mich berührte: Wertschätzung für den Menschen und seine Situation. Durch einfaches zuhören und fragen, gepaart mit großem Einfühlungsvermögen.

 

Schon immer hatte ich selbst das anderen Menschen im Gespräch entgegengebracht, ohne mir dessen wirklich bewusst zu sein. Selbst vor meiner HR-Zeit wurde ich immer für die hartnäckigen Kunden oder schwierige Charaktere geholt.

 

Heute arbeite ich als Business Coach und Trainer vorwiegend mit Menschen, die in der Tretmühle der beruflichen Anforderungen stecken oder steckengeblieben sind. Dort wo das Rad sich zu schnell dreht, oder nicht mehr rund oder anders dreht.

 

Wichtig sind mir nach wie vor, ehrliche Beziehungen, eine werteorientierte Haltung und Gefühle – bewusste oder unbewusste.


Mein Blog 

Hier schreibe ich von Zeit zu Zeit einen Artikel aus dem Business.

Flow- das Gefühl des Gelingens

Flow ist ein Rückmeldesystem und bedeutet "alles stimmt". Somit ist der Flow etwas sehr individuelles. Diesen Zustand bewusst herbeizuführen, lernt man in der Flow-Akademie.

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Führen mit Hirn - oder die Kraft der inneren Bilder


Hier finden Sie einfache Anleitungen und Interessantes zum "besseren" Führen.

Eine Vertiefung des Themas finden Sie in dem Buch "Führen mit Hirn" von Sebastian Pures-Pardigol.


Sebastian Purps-Pardigol lebte neun Jahre in der Schweiz und führte bei Ericsson und Swisscom internationale Teams. Gemeinsam mit dem Neurobiologen Gerald Hüther hat er inzwischen die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung mit den Methoden des Management-Trainings verbunden.

www.sebastian-
purps-pardigol.com

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Veränderungen

Tschüss, Jipijeeh und hallo-hier bin ich!


Das sind die drei Phasen der Transition, einem Modell des Change Managements (Managing Transitions - making the most of change von William Bridges + Susan Bridges).


Also 1. Abschied nehmen

Das Alte beenden und die Entscheidung für die bevorstehende Veränderung treffen.


2. springen ins Ungewisse, den luftleeren Raum, mutig und entschlossen springen um


3. auf der anderen Seite, der neuen Situation anzukommen. Um neu zu starten.


Eigentlich ist das ganz einfach. Wenn nicht das Ego, das innere Team, der innere Antreiber oder andere Anteile in uns, ihre Stimme erheben und ihre Bedenken anmerken würden.


Obwohl ich mich persönlich eher als ein typischer Wechsel-Typ bezeichne und schon oft mein Leben völlig umgekrempelt habe, manchmal sogar eine Spannung in mir spüre und denke: "jetzt könnte mal wieder was passieren", dennoch höre auch ich manchmal einen leisen Widerstand in mir rufen. Wenn z.B. meine Lieblings DB-App sich ganz heimlich still und leise up-gedated hat und ich mich zum wiederholten Male mit dem neuen Erscheinungsbild, den neuen, geänderten Suchoptionen auseinander setzen muss...


Dann höre ich diese leise Stimme, die vorsichtig und ein wenig trotzig verlauten lässt: "ich fand die vorige Version aber besser!"


Da würde ich gerne am alten Design festhalten und in meiner Komfortzone verweilen.

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Feedback Regeln

Feedback ...


soll das Verhalten einer Person spiegeln und kritisieren,

nicht die Persönlichkeit, den Charakter, die Eigenschaften und die  Einstellungen;


soll dazu beitragen die gemeinsamen Gruppenziele zu erreichen,

Fehler zu vermeiden und bessere Verhaltensstrategien zu entwickeln


gibt in erster Linie eine Information über den Feedbackgeber,

Über die Gefühle und Reaktion die das beobachtete Verhalten bei ihm/ihr ausgelöst hat


kann zu einer Verhaltensänderung führen, muss aber nicht


sollte in einer passenden Situation gegeben werden


soll den Feedbackempfänger nicht analysieren,

sondern subjektive Eindrücke vermitteln


kann sich nur auf augenblickliches und konkretes Verhalten beziehen,

Menschen ändern sich ständig und reagieren anders in unterschiedlichen Situationen


soll möglichst unmittelbar erfolgen


sollte nur gegeben werden wenn man sich dazu in der Lage fühlt.



 

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Die Vermutungs-Falle

Gerade in schwierigen Zeiten, in kritischen Gesprächen, in problematischen Situationen fällen wir vorschnell unser Urteil: 


"Die Kollegin, die mir griesgrämige Blicke zuwirft, ist ärgerlich auf mich. Die hat schlecht geschlafen heute nacht! Ich wusste, das sie mich von Anfang an nicht leiden konnte. Ausserdem hat sie auch ein schlechtes Verhältnis zu unserem Chef. Na, sie ignoriert ihn ja auch oft genug."


Sind das Fakten oder Vermutungen?


Machen wir jetzt den Test:

F/V - Die Kollegin ist ärgerlich auf mich

F/V - Die Kollegin hat schlecht geschlafen heute nacht

F/V - Die Kollegin kann mich nicht leiden

F/V - Die Kollegin hat ein schlechtes Verhältnis zum Chef

F/V - Die Kollegin ignoriert den Chef


Definitionen:

F = Fakt, Tatsache, Wirklichkeit

V = Vermutung, Annahme, Behauptung, Unterstellung, Mutmaßung, Auslegung, Kombination


In den meisten Fällen sind es Vermutungen, auf die wir reagieren und unser Urteil aufbauen. Vermutungen erzeugen Ärger in uns und wenn wir sie laut aussprechen, auch bei unserem Gegenüber.


Wer schlechte Stimmung erzeugen möchte, lässt schnell mal einige Vermutungen los und schon werden die Messer gewetzt.


Wie gehe ich mit solchen Vermutungen um, wenn sie mir begegnen?

Einfach ist es, diese Vermutungen zu ignorieren und ihnen aus dem Wege gehen. Wer es genau wissen will, der traut sich nachzufragen:


  • Was genau ist deine Wahrnehmung?
  • Welche Gedanken hast du dazu? Wie interpretierst du das?
  • Was für ein Gefühl erzeugt das in dir? Was fühlst du? Wie fühlst du dich dabei?
  • Welchen Reaktionsimpuls hast du gerade?
  • Und wie reagierst du tatsächlich?


Und ganz professionell ist es, meinem Gegenüber dann noch ein Feedback zu geben und natürlich in der ich-Form:


Wahrnehmung

„Ich nehme war.... „ (5 Sinne)

   

Wirkung (Hypothese, Interpretation, Vorurteil, Meinung)

„Meine .... ist, .... “


Gefühl, das in mir ausgelöst wird

„Das macht mich .... / Dann fühle ich mich …“


Damit sind dann alle Ungereimtheiten und Vermutungen und aller Ärger und Missverständnisse aus dem Weg geräumt!


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